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Aufstellen des Maibaumes am 01.05.2002 |
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Mittwoch, den 01. Mai 2002 um 00:00 Uhr |
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Wie jedes Jahr wurde auch diesmal wieder am 1. Mai um die Mittagszeit der Maibaum am Rathausplatz aufgestellt.
Der Versuch einer Gruppe aus dem Nachbarort Schöneck, den extrem schweren (da frisch gefällten) Baum zu entwenden, scheiterte.
- Der Brauch, zum aufbrechenden Frühjahr einen möglichst hohen Fichtenbaum mit einer wehenden, grünen Spitze aufzustellen, ist in Bayern schon im 16. Jahrhundert bekannt gewesen und galt als Fruchtbarkeitssymbol.
Maibäume wurden früher in der Nacht zum 1. Mai geschlagen. Heute geschieht dies natürlich früher, um sie in Ruhe herrichten und aufputzen zu können.
Daraus folgt, daß sie in dieser Zeit streng bewacht werden müssen, denn Maibaumdiebe, die keine Mühe scheuen, lauern sozusagen hinter jeder Ecke, um nach erfolgreicher Tat den Baum oder die grünen Girlanden und Kränze gegen Freibier und Brotzeit auslösen zu lassen.
Um nach der Tradition einen Baum stehlen zu dürfen, muß er gefällt sein, es darf also nicht ein noch fest verwurzelter Baum, von dem nur bekannt ist, daß er als Maibaum gewählt wurde, entwendet werden. Liegt der Baum, darf er nicht aus dem Wald gestohlen werden.
Er dürfte eigentlich nach überlieferter Tradition nur in der Nacht vor dem 1. Mai geraubt werden, und nur, wenn er sich innerhalb des Ortes befindet, in dem er aufgestellt werden soll. Denn erst dann besitzt er die Kraft eines Fruchtbarkeitssymbols. Wenn ein Maibaumhüter seine Hand auf den Baum legt, darf er von Maibaumdieben nicht mehr angerührt werden.
Am 1. Mai wird dann der Maibaum in der vorbereiteten Verankerung in die Höhe gestemmt. Dazu dienen "Schwaiberl", das sind mit Seilen verbundene Stangen, die immer wieder neu von oben nach unten angesetzt werden. Beim Kommando "Hau Ruck" geht es jeweils einige Meter weiter in den hoffentlich blau-weißen Himmel hinein...
Was steht hinter dem Brauch des Maibaumaufstellens? Der Baum sollte möglichst gerade gewachsen sein, denn dies versinnbildlicht Kraft und Gesundheit. Der rindenlose Zustand, den der Baum nach dem „schäpsen" aufweist, ist wichtig, damit sich nach altem Glauben nicht Hexen und böse Geister in Gestalt von Käfern unter der Rinde versteckt halten. An der Spitze des Maibaums muss ein grüner Wipfel zu sehen sein, denn nach germanischer Vorstellung wohnten dort die Götter. Fehlt die Krone, gilt deshalb der Baum als „kraftlos". Der Kranz an der Spitze versinnbildlicht das weibliche Element, das von dem männlichen Element, dem Stamm, durchdrungen wird.
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Aktualisiert ( Samstag, den 07. Februar 2009 um 01:01 Uhr )
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