| Langdorfer Kirchweih am 20.07.2003 |
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| Sonntag, den 20. Juli 2003 um 00:00 Uhr | |
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Langdorf knüpft jetzt internationale Kontakte Nicht nur wegen der brütenden Hitze wurde da vielen Zuhörern warm ums Herz. Einige Langdorfer strengten sich mächtig an und kramten mühsam ihr bisschen Schulfranzösisch aus der Erinnerung, um zumindest ein paar Worte mit einem der 35 Gäste aus der 1500-Seelen-Gemeinde rund 50 Kilometer nördlich von Paris wechseln zu können. Seit Freitag ist die französische Delegation in Langdorf. Und nimmt allein schon von ihren Gastgebern einen positiven Eindruck in Sachen Gastfreundschaft mit nach Hause: Die Franzosen wohnen fast ausschließlich im Hotel oder in Pensionen - zum Nulltarif. Dass sich die Bewohner der "schönsten Gemeinde der Welt", wie Bürgermeister Otto Probst nicht zu erwähnen versäumte, für "ihre Franzosen" mächtig ins Zeug legen, stellte schon der Nachwuchs eindrucksvoll unter Beweis: Die vierte Klasse der Grundschule mit ihrer Lehrerin Elisabeth Kargus gab zur Begrüßung musikalisch eine Kostprobe ihrer Französischkenntnisse. Die Langdorfer Grundschule ist mit diesem Projekt Vorreiter in ganz Niederbayern. Eine über zehnjährige Tradition dagegen haben Regionalpartnerschaften zwischen Niederbayern und dem Département Oise nördlich von Paris, wie Bezirkstagspräsident Manfred Hölzlein betonte. Der Beitrag des Bezirks beschränkt sich dabei nicht nur auf moralische und organisatorische Unterstützung: 10 000 Euro, den Förderhöchstbetrag, hat Langdorf zur Pflege seiner Partnerschaft aus der Bezirkskasse bekommen. Und für diese Pflege ist den Langdorfern und ihren neuen gallischen Freunden kein Weg zu weit. Exakt 976 Kilometer liegen zwischen den Partnergemeinden, die sich gestern viele freundliche Dinge versprochen haben. "Legen wir das Beste von uns zusammen und bereichern uns an unseren Unterschieden", appellierte Gilles Poret, Vorsitzender des französischen Partnerschafts-Kommittes. Auch sein Langdorfer "Amtskollege" Helmut Schönberger wünscht sich viele freundschaftliche Kontakte. Bürgermeister Alain Letellier stellte nicht nur seine Heimatgemeinde vor, sondern machte den Langdorfern das Leben vor den Toren der französichen Hauptstadt generell schmackhaft: So bekam der eine oder andere bei Bier und Kirwa-Braten vielleicht Lust auf Champagner und Gänseleberpastete. Nächstes Jahr will eine Langdorfer Delegation nach Saint Crépin Ibouvillers reisen. Schließlich wird es auch eine französische Version der Partnerschafts-Feier geben. Und bis dahin haben die Langdorfer auch noch Zeit, an ihrem Französisch zu feilen. In der einen oder anderen Familie gibt es ja einen Grundschüler, der schon mehr als zwei Sätze hinbekommt. |




















